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Geboren in Zürich – Ursula Biondi

ist die Lebensgeschichte einer in Zürich als Italienerin der 4. Generation aufgewachsenen jungen Frau.

Ursula verlebt eine glückliche frühe Jugendzeit, aber durch die erste Liebe einerseits und das Einbürgerungsverfahren andererseits gerät ihr Leben nach und nach in völlige Unordnung. Sie reisst von zu Hause aus und flüchtet mit einem Freund nach Italien. Dort wird sie aufgegriffen und in die Schweiz zurückgeschickt, wo man sie  – ohne dass sie einen wirklichen Gesetzesbruch begangen hätte – in die Frauenstrafanstalt Hindelbank einliefert. Mit 17½ Jahren bringt sie hier ihren Sohn zur Welt. Aus der Haftanstalt entlassen, nimmt sie mit grosser Entschlossenheit und durchschlagendem Erfolg ihr Leben selber in die Hand. – Die dramatischen Geschehnisse spielen in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts.

Ursula Biondi erzählt ihre Erlebnisse so engagiert und plastisch, dass sie dem Leser „unter die Haut gehen“. Es wird glaubhaft, dass ihr Leben anders verlaufen wäre, wenn sie damals statt des Namens „Biondi“ einen Schweizer Namen getragen hätte, wie z. B. einer ihrer alteingesessenen Schweizer Vorfahren mütterlicherseits „Hasler“, und väterlicherseits „Widmer“ oder „Keller“.

Sie fasst ihr Buch als Zeugnis des damaligenZeitgeistes“ auf: Es gibt Einblick in das Einbürgerungsverfahren, wie es in aller Härte zur Anwendung gelangte, und schildert die verhängnisvollen Wirkungen, die inzwischen längst abgeschaffte Gesetze und Bestimmungen wie Konkubinatsverbot und Eheverbot auf Ursula Biondi's Leben ausgeübt haben.
 

 

Ursula brauchte über 30 Jahre, um dieses Trauma (sexueller Missbrauch, Freiheitsentzug und Kindswegnahme) aufarbeiten und niederschreiben zu können.
 

 

 

 

Administrativ-Versorgte
... weibliche Teenager zwischen 14 und 18 Jahren ...
    1942–1981
... damit man nie vergisst, was man uns angetan hat...

Treffen in Hindelbank
Betroffene, die an diesem Anlass im Spätsommer 2010 teilnehmen möchten,
melden sich  bei Projektleiterin Ursula Biondi, Anlaufstelle für administrativ
versorgte Frauen und Männer 1942–1981, Postfach 554, 8044 Zürich,
Telefon: 079 207 61 26, E-Mail:
umb@bluewin.ch